1/01/2010

Silvester und so: Ein Erlebnisbericht der Dudes of Doom

Seit jeher treffen sich am 31. Dezember mehrere Menschen an einem gemeinsamen Ort und vergnügen sich mit krachmachenden Knallkörpern... und sich selbst. Klingt ja jetzt so auf dem ersten Ohr ziemlich bescheuert. Wäre der 31. Dezember nicht der letzte Tag im Jahr. Gut klingt immer noch bescheuert. Aber Tradition ist und bleibt Tradition. Das neue Jahr muss eben mit einem Knall starten. Sonst... ja was sonst eigentlich?

Einen Paukenschlag gab es bei den doomischen Dudes bereits am Mittag: Natürlich bei der Zubereitung des Magenfüllenden Abendmahls. Denn es wurden leckere Hamburger serviert. So leckere Hamburger, dass die Pflanze 3 ¾ Burger verdrückte und D'anyway 2 ¼. Am Ende blieb nichts übrig, was wichtig ist, denn ansonsten wird man verflucht. Und so ein Fluch ist mehr als doof und stört eh die meiste Zeit.

Die Burger waren lecker. Den ganzen Abend lang. Irgendwann ging es dann trotz Bedenken aus dem Magen Darm-Bereich doch zur einer kleinen Party. Auch wenn es nicht immer auf die Größe ankommt, weniger ist nicht immer mehr. In einem nicht gerade unattraktiven Wohnzimmer wurden Sitzmöglichkeiten so platziert, dass sie als ganzes so was wie einen Kreis darstellten. Einen Sitzkreis. Dort saßen dann viele Pärchen nebeneinander und unterhielten sich. Der Keckmeister und Mr. Anway it's Danyway haben es in den elitären Kreis der Anwesenden Menschen nicht ganz geschafft, waren sie doch einfach ein bisschen spät dran. Macht nichts, die Küche war auch so recht fein. Was allerdings doch nur bedingt auf die Speisen zutraf. Unser selbst gemachtes (Chili-) Popcorn wurde ebenso missachtet wie die feurigen Mandeln.

Um 23:30 drohte die Situation in der Küche jedoch kurz zu eskalieren, als die Freisgeister aus dem Radio einen halbstündigen Eurodance Hitmix ankündigten. Der Kommentar vom Gastgeber „Eurodance? Die neunziger waren schon 'ne geile Zeit“ goss dabei nur noch mehr Öl ins Feuer der Niveualosigkeit und sorgte dafür, dass das Duo Infernale eifrig mit dem Kopf schüttelte.

Wobei halt. Eigentlich waren wir an diesem Abend ein Trio. Das dynamische Dreieck der Dreifaltigkeit. Allerdings steht es dem Verfasser dieses Textes nicht zu, weiter auf dieses Thema einzugehen.

Gut, dann war ja auch schon Mitternacht. Draußen war es kalt, was man mitunter am heftigen Schneefall erkennen konnte. Das tat der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil. Leute fielen sich um die Arme und wünschten sich nur das beste. Dann wurde kräftig mit dem Feuerwerk hantiert. Stellenweise hatte das Szenario ein bisschen Ähnlichkeit mit Stalingrad 42... Aber auch nur von der Geräuschkulisse.

Nach einer guten halben Stunde war der Spuk vorbei und es ging wieder in die wohlig warme Wohnung. Ein Telefonat hier, ein paar SMSs da: Man kennt das ja. Genauso wie die Pärchen, die es cool finden, zu ″Hurra″ von die Ärzte ihre Hüften kreisen zu lassen und dabei unter eifrigen Austausch leerer Blicke den Text mit zu singen. Prost!

Um ca. Zwei Uhr war es dann Zeit zu gehen. Es heißt ja nicht umsonst, dass man die Party dann verlassen soll, wenn es am schönsten ist. Gut, diesen Punkt hatten Dany W. Und Captain K. Um gut vier Stunden verpasst, aber besser spät als nie!

Was lernen wir von diesem Abend?

  1. Pärchenpartys machen nur Spaß, insofern man denn auch zur Zielgruppe gehört

  2. Eurodance ist und bleibt einfach nicht cool (genauso wie die 90er!)

  3. Ein Glas mit Energygebräu reicht bei D'any vollkommen aus (Glas! Nicht Flasche!)



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